Bericht über das Seminar: Rituale des Übergangs, Ausdruckformen und Riten als Hilfen im Verstehen und Bestehen existentieller Veränderungen


Bericht über die das Seminar mit Jo Brombach vom 10.09.16: Rituale des Übergangs, Ausdruckformen und Riten als Hilfen im Verstehen und Bestehen existentieller Veränderungen. Verfasst von Pasada Klein.


Ein Geschenk, an diesem anschaulichen Seminar hier dabei zu sein und von der unwahrscheinlich großen Erfahrung von Jo Brombach profitieren zu dürfen. Die Geschichten zu hören, die er über bestimmte Gäste des Hospizes erzählte, in denen er uns die Kostbarkeit jedes einzelnen Hospizbewohners nahe brachte, sich ihres Schatzes bewusst zu werden, sowie des Schatzes , der in jedem Menschen zu finden ist, sei es der eigene oder der deines Gegenübers.

Die Geschichte vom 24-Stunden­ Bruno, der es sehr gut schaffte , im Hier und Jetzt zu leben, oder von W .A. Mozart, der wohl ebenfalls ein 24-Stunden-Mensch war. Er hat uns die Wichtigkeit von Ritualen verdeutlicht , dass sie eine eher feinstofflich wirkende Energie vermitteln zur heilenden Verwandlung oder im Fluch, dessen Energie verletzend und zerstörerisch wirkt. Woher werden meine Energien geprägt? Dann wurde es sehr konkret: Bestimmte Rituale , wie er sie schon seit vielen Jahren praktiziert, immer auf den einzelnen Menschen angepasst , weil jeder einen andere Lebens-Geschichte hat. z.B. dem Verstorbenen ein kleines Teelicht auf die Brust zu stellen und den Hinterbliebenen ein Licht in die Hand zu geben, ein Licht, das verbindet. Wir konnten erleben , wie Joseph einer Teilnehmerin eine Krankensalbung schenkte. Diese hat mich besonders berührt. Mir wurde bewusst, dass die Rituale der Sakramente (wie der Name schon sagt) geistliche Heilmittel sind. Bei ihnen ging es um Gesundheit und Leben bis zum letzten Atemzug , der Sehnsucht nach Heilwerden im Denken, Geist und Gemüt, in Beziehung und Alltag. Es geht um Heil­ Sein, auch darum: tiefes Vertrauen in sich selbst zu entwickeln , nämlich darauf zu vertrauen : Bei aller äußeren Verwundbarkeit bin ich im Tiefsten unverwundbar , vollkommen . All dies erkennen und annehmen. Wo bedarf es Heilung bei mir? Wo möchte ich heilwerden? Der Abschluss war ein schönes Feuerritual; dabei wurden wir angehalten, 2 Zettel zu schreiben. Auf dem einen sollte stehen: Was möchte ich fördern und entwickeln, auf dem anderen, was will ich loslassen, verändern . Die Inhalte der Zettel stiegen im Feuer auf mit dem Wunsch und der Zuversicht, dass sie transformiert werden. Ein Ritual des Loslassens. Zwischen den Unterweisungen und den praktischen Übungen verweilten wir immer wieder in stiller Meditation, wo wir uns immer wieder unseres Urgrundes bewusst werden sollten und erfuhren, dass wir getragen sind.

Vielen Dank für diesen gesegneten Tag! Pasada Klein

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.